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title: "ETF Sparplan Rechner"
description: "ETF Sparplan Rendite berechnen: Startkapital, Sparrate, Laufzeit und optional Vorabpauschale-Steuerabzug für eine realistischere Nach-Steuer-Sicht."
canonical: "https://investboard.de/rechner/etf-sparplan"
language: "de"
modified: "2026-08-02"
author: "Investboard"
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# ETF Sparplan Rechner

Berechnen Sie Ihr Vermögen nach 10, 20 oder 30 Jahren, optional mit deutschem Steuerabzug (Vorabpauschale).

## Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?

Ein ETF-Sparplan investiert monatlich einen festen Betrag in einen oder mehrere ETFs. Durch den Cost-Average-Effekt kaufen Sie bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über lange Zeiträume glättet das den durchschnittlichen Einstiegspreis.

Die meisten deutschen Broker bieten ETF-Sparpläne ab EUR 25 pro Monat an, viele davon ohne Ausführungsgebühren. Die wichtigsten Stellschrauben sind die Sparrate, die Anlagedauer und die erwartete Rendite.

## Die Steuerbremse: Warum Ihr Endvermögen niedriger ist als erwartet

Die meisten Sparplan-Rechner zeigen nur das Endvermögen vor Steuern. In der Realität zahlen deutsche Anleger jedes Jahr Vorabpauschale auf thesaurierende ETFs. Diese jährliche Steuer reduziert das Kapital, das weiter wachsen kann — der sogenannte Tax Drag.

Bei einem 20-jährigen Sparplan mit 7 % Rendite kann die Steuerbremse 2-4 % des Endvermögens ausmachen. Das klingt wenig, bedeutet aber bei EUR 200.000 Endvermögen einen Unterschied von EUR 4.000-8.000.

## Wie der Steuerabzug modelliert wird

Der Steuerabzug ist standardmäßig ausgeschaltet. Schalten Sie ihn ein, berechnet der Rechner für jedes Modelljahr eine Vorabpauschale auf den Wert zu Jahresanfang und zieht die fällige Steuer am Jahresende vom Depotwert ab.

Für die Sparplan-Logik entscheidend: Die Einzahlungen desselben Jahres erhöhen die Vorabpauschale nicht. Sie werden aus dem Wertzuwachs herausgerechnet, bevor die Deckelung greift. Frisches Sparkapital ist kein Ertrag und wird auch nicht wie einer behandelt.

Danach wirken zwei Größen aus Ihrem Steuerprofil: die Teilfreistellung nach Fondstyp und Ihr Steuersatz. Der Satz ist der bekannte Stapel aus 25 Prozent Kapitalertragsteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf und, bei Kirchensteuerpflicht, 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer je nach Bundesland.

### Steuersatz ohne Kirchensteuer

```text
Effektiver Satz = 25 % × (1 + 5,5 %)

                = 25 % × 1,055

                = 26,375 %
```

Die Herleitung Schritt für Schritt steht im [Vorabpauschale-Rechner](/rechner/vorabpauschale).

## Der Sparerpauschbetrag im Modell

Der Sparerpauschbetrag wird in jedem Modelljahr vollständig neu angerechnet: 1.000 EUR bei Einzelveranlagung, 2.000 EUR bei Zusammenveranlagung. Er ist kein Topf, der sich über die Laufzeit aufzehrt, sondern eine Jahresgröße, die jedes Jahr frisch zur Verfügung steht.

Für einen Sparplan hat das eine sichtbare Folge: In den frühen Jahren ist das Depot klein, die Vorabpauschale entsprechend niedrig, und der Freibetrag deckt sie oft vollständig. Die Steuerzeile in der Jahrestabelle bleibt dann bei null, obwohl der Abzug eingeschaltet ist. Erst wenn die steuerpflichtige Vorabpauschale über den Freibetrag hinauswächst, beginnt die Steuerbremse zu wirken.

Bei 30 Prozent Teilfreistellung bleiben 70 Prozent steuerpflichtig. Der einfache Sparerpauschbetrag ist deshalb erst ab einer Vorabpauschale von 1.000 / 0,70, also rund 1.429 EUR, ausgeschöpft; bei Zusammenveranlagung ab 2.000 / 0,70, also rund 2.857 EUR.

## Fondstyp und Teilfreistellung

Die Teilfreistellung stellt einen Anteil der Vorabpauschale steuerfrei, bevor der Steuersatz greift. Der Anteil hängt am Fondstyp:

| Fondstyp | Teilfreistellung | Steuerpflichtiger Anteil | Vorabpauschale, ab der 1.000 EUR ausgeschöpft sind |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktienfonds | 30 % | 70 % | ≈ 1.429 EUR |
| Mischfonds | 15 % | 85 % | ≈ 1.176 EUR |
| Immobilienfonds (inländisch) | 60 % | 40 % | 2.500 EUR |
| Immobilienfonds (ausländisch) | 80 % | 20 % | 5.000 EUR |
| Sonstige Fonds | 0 % | 100 % | 1.000 EUR |

Im Sparplan-Rechner wählen Sie zwischen Aktienfonds, Mischfonds und sonstigen Fonds. Die beiden Immobilienquoten gehören zur gesetzlichen Systematik, sind für einen ETF-Sparplan aber selten einschlägig.

Der Selektor ändert nur einen Faktor, wirkt aber über die gesamte Laufzeit: Von Aktienfonds auf sonstige Fonds umgestellt, steigt der steuerpflichtige Anteil von 70 auf 100 Prozent, rechnerisch um rund 43 Prozent (100 / 70). Die Steuerbremse wächst im selben Verhältnis, sobald der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist.

## Tipps für Ihren Sparplan

- Erhöhen Sie die Sparrate jährlich um mindestens die Inflation (2 %)
- Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Freistellungsauftrag die Vorabpauschale abdeckt
- Bei mehreren ETFs: Achten Sie auf Überlappungen in der Zusammensetzung
- Nutzen Sie den Sparerpauschbetrag, bevor Sie thesaurierende ETFs wählen

## Was der Rechner bewusst vereinfacht

Der Rechner verwendet für jedes Modelljahr denselben Basiszins: 3,20 Prozent, den Wert für 2026. Das ist eine bewusste Vereinfachung und keine Vorhersage. Der Basiszins wird jährlich neu festgesetzt und lässt sich für künftige Jahre nicht seriös beziffern. Ein konstanter Wert hält die Rechnung nachvollziehbar, statt eine Genauigkeit zu behaupten, die es nicht gibt.

Ebenso ist die Rendite eine Annahme, kein erwarteter Wert: Die 7 Prozent sind eine Voreinstellung, die Sie zwischen 1 und 15 Prozent frei verstellen. Auch Erhöhung (0 bis 10 Prozent) und Laufzeit (1 bis 40 Jahre) sind reine Modellparameter.

### Jährliche Erhöhung der Sparrate

```text
Rate(Jahr) = Rate × (1 + Erhöhung / 100)^(Jahr − 1)

Beispiel:    300 × (1 + 2 / 100)^(20 − 1)

           = 300 × 1,02^19

           ≈ 437 EUR im 20. Jahr
```

Nicht enthalten sind die Fondskosten. TER, Tracking Difference, Spread und Orderkosten mindern die Rendite zusätzlich; wie stark, erklärt [ETF-Kosten: TER und Tracking Difference verstehen](/wissen/etf-kosten-ter-verstehen). Ein pragmatischer Umgang: Ziehen Sie die erwartete Kostenquote von Ihrer Renditeannahme ab.
