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title: "Depot-Analyse mit Investboard: Der praktische Depot-Check"
description: "Investboard als Portfolio-Analyse-Tool: Depot prüfen, ETF-Überschneidungen erkennen und am Mandat messen. Mit Vergleich zu Parqet und getquin."
canonical: "https://investboard.de/wissen/depot-analyse-investboard"
language: "de"
published: "2026-09-08"
modified: "2026-09-08"
last_verified: "2026-09-08"
author: "David Bartas"
author_url: "https://investboard.de/ueber-uns"
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# Depot-Analyse mit Investboard: Der praktische Depot-Check

So prüfen Sie Bestände, ETF-Überschneidungen und Abweichungen von Ihrer Strategie. Mit Rechenbeispiel und einem Vergleich mit Parqet und getquin.

## Kurz gesagt

Mit Investboard prüfen Sie Ihr Depot anhand von Beständen, Verteilung, ETF-Durchschau und Ihrem persönlichen Anlage-Mandat. So werden direkte und indirekte Unternehmensgewichte sowie Abweichungen von Ihrer Strategie sichtbar. Als Alternative zu Parqet und getquin eignet sich dieser Ablauf für Anleger, die ihren Depot-Check an schriftlichen Regeln ausrichten möchten.

- Ein belastbarer Depot-Check beginnt mit vollständigen Beständen, Datenstand und einem klaren Bezugsrahmen.
- Die ETF-Durchschau verbindet direkte Aktienpositionen mit den Beteiligungen innerhalb Ihrer Fonds.
- Ihr Anlage-Mandat liefert den Maßstab für die Prüfung von Schwerpunkten und Abweichungen.
- Parqet und getquin bieten ebenfalls Analysen; vergleichen Sie die Arbeitsabläufe und die Unterstützung für Ihr Depot.

Ihr Depot zeigt einen Gesamtwert und eine Rendite. Für einen Depot-Check brauchen Sie außerdem einen Blick auf die Unternehmen hinter Ihren ETFs, die Verteilung Ihres Kapitals und die Abweichung von Ihrem Anlageplan. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Investboard dafür nutzen und worauf es bei der Wahl zwischen Investboard, Parqet und getquin ankommt.

## Was eine Depot-Analyse beantworten sollte

Eine Portfolio-Analyse verbindet Bestandsdaten mit konkreten Fragen: Was besitzen Sie? Wo liegen Schwerpunkte? Passt die heutige Zusammensetzung noch zu Ihrer Strategie? Eine positive Wertentwicklung beantwortet diese Fragen allein nicht. Auch ein gestiegenes Depot kann inzwischen stärker von einzelnen Unternehmen oder Branchen abhängen als ursprünglich vorgesehen.

Für einen nachvollziehbaren Depot-Check betrachten Sie vier Ebenen:

- **Bestand:** Sind Positionen, Stückzahlen, Währungen und einbezogene Depots vollständig?
- **Verteilung:** Wie verteilt sich das erfasste Vermögen auf Anlageklassen, Länder und Branchen?
- **Durchschau:** Welche Unternehmen halten Sie direkt und zusätzlich über Fonds?
- **Strategie:** Wie weit weichen die aktuellen Gewichte von Ihrer festgelegten Zielaufteilung ab?

Investboard verbindet diese Fragen über die [Portfolio-Analyse](/produkt/analyse) und das [persönliche Anlage-Mandat](/produkt/strategie). Die Analyse zeigt den erfassten Zustand. Ihr Mandat liefert den Maßstab für dessen Einordnung.

## Schritt 1: Den Maßstab für Ihren Depot-Check festlegen

Beginnen Sie mit dem Zweck des Portfolios. Ein langfristiger Vermögensaufbau und eine bereits laufende Entnahmephase haben unterschiedliche Anforderungen. Halten Sie fest, welchen Zeitraum Sie betrachten, welche Aufteilung Sie verfolgen und wann Sie diese überprüfen wollen.

In Investboard können Sie zunächst eine Basisstrategie ansehen. Im anschließenden Einstieg konkretisieren Sie Ziele, Zeithorizont und Ihre Belastbarkeit bei Verlusten und halten den gewählten Rahmen im Mandat fest. Nach der Verbindung mit Ihrem Portfolio wird der Vergleich zwischen Ziel und Bestand möglich. Den Ablauf beschreibt die [Strategie-Seite](/produkt/strategie).

Wenn Sie bereits eine Strategie besitzen, nutzen Sie sie als Ausgangspunkt für die Prüfung. Die [IPS-Vorlage zum Anlage-Mandat](/wissen/das-anlage-mandat) hilft dabei, bisher nur gedachte Regeln aufzuschreiben. Dazu gehören auch bewusste Schwerpunkte: Eine Übergewichtung lässt sich erst sinnvoll beurteilen, wenn ihre Absicht bekannt ist.

## Schritt 2: Die erfassten Depotdaten prüfen

Übernehmen Sie Ihre Positionen über eine verfügbare Broker-Anbindung, einen unterstützten Dateiimport oder eine manuelle Erfassung. Welcher Weg passt, hängt von Ihrem Institut und dem verfügbaren Datenformat ab. Prüfen Sie die angebotene Verbindung oder den Import zunächst mit Ihrem konkreten Bestand.

Vergleichen Sie danach die erfassten Positionen mit dem Depotauszug: Stimmen Wertpapierkennung, Stückzahl und Währung? Ist eine Position doppelt erfasst? Fehlt ein weiteres Depot, das zu derselben Strategie gehört? Ein Konto mit Barmitteln kann ebenfalls relevant sein, wenn es Teil Ihrer definierten Zielaufteilung ist.

Wählen Sie für den Check einen klaren Bezugsrahmen. Eine Aktienquote bezogen auf das Wertpapierdepot kann anders ausfallen als eine Quote bezogen auf das gesamte erfasste Vermögen. Halten Sie Datenstand und Umfang fest, damit zwei Auswertungen vergleichbar bleiben.

## Schritt 3: Mit der Fondsdurchschau Schwerpunkte erkennen

Öffnen Sie die Portfolio-Analyse und betrachten Sie Anlageklassen, Länder und Branchen. Gehen Sie anschließend in die ETF-Durchschau, auch Look-through genannt. Sie macht die zugrunde liegenden Positionen sichtbar, soweit dafür Bestandsdaten verfügbar sind.

Gerade bei mehreren ETFs lohnt sich dieser zweite Blick. Unterschiedliche Fondsnamen können dieselben Unternehmen enthalten. Eine direkt gehaltene Aktie kann zusätzlich in Ihren Fonds stecken. Entscheidend für das Unternehmensgewicht ist die Summe dieser Beteiligungswege im gesamten betrachteten Depot.

### Ein Beispiel mit fiktiven Beständen

Ein vollständig illustratives Depot hat einen Wert von 100.000 Euro. Davon liegen 50.000 Euro in Fonds A, 30.000 Euro in Fonds B und 5.000 Euro direkt in Aktien des fiktiven Unternehmens Alpha. Weitere 15.000 Euro sind in anderen Anlagen ohne Alpha-Beteiligung investiert. Alpha hat in Fonds A ein Gewicht von 4 Prozent und in Fonds B von 6 Prozent.

| Position | Rechnung | Im Depot |
| --- | --- | --- |
| Fonds A | 50 % × 4 % | 2,0 % |
| Fonds B | 30 % × 6 % | 1,8 % |
| Aktie | 5.000 ÷ 100.000 | 5,0 % |
| Gesamt | 2,0 % + 1,8 % + 5,0 % | 8,8 % |

Die sichtbare Einzelaktie macht 5 Prozent des Depots aus. Mit den indirekten Beteiligungen entfallen insgesamt 8,8 Prozent auf Alpha. Das sind 8.800 Euro desselben Depotvermögens, kein zusätzliches Kapital. Die Zahl beschreibt ein Unternehmensgewicht; sie ist weder eine Verlustprognose noch die Überlappungsquote der beiden Fonds.

Die verschiedenen Kennzahlen und ihre Berechnung erklärt unser Artikel zur [ETF-Überlappung](/wissen/etf-ueberlappung). Ob 8,8 Prozent zu viel sind, lässt sich aus der Zahl allein nicht ableiten. Dafür brauchen Sie Ihren eigenen Strategierahmen.

### Datenlücken sichtbar lassen

Prüfen Sie bei der Durchschau die angezeigten Quellen, den Datenstand und die Abdeckung. Fehlende Fondspositionen bleiben unbekannt. Eine Liste der zehn größten Titel reicht nicht aus, um ein vollständiges Unternehmensgewicht zu berechnen. Außerdem können Länderzuordnung, Unternehmenssitz und geografische Umsatzverteilung unterschiedliche Fragen beantworten.

Investboard zeigt die Datenabdeckung im Analysekontext. Nutzen Sie diese Information bei der Interpretation: Eine unbekannte Position ist kein Nachweis für zusätzliche Streuung. Das Rechenbeispiel oben setzt vollständige Bestände ohne weitere Alpha-Beteiligung voraus; diese Vollständigkeit muss bei einem echten Depot erst geprüft werden.

## Schritt 4: Die Portfolio-Analyse mit dem Mandat vergleichen

Nach der Bestandsprüfung folgt der Soll-Ist-Vergleich. Betrachten Sie die aktuelle Aufteilung zusammen mit der Zielaufteilung und den im Mandat festgehaltenen Regeln. Investboard verbindet das Portfolio mit diesem schriftlichen Rahmen und macht Abweichungen sichtbar.

Ein weiteres rein illustratives Beispiel: Für den betrachteten Bestand wurde eine Aktienquote von 70 Prozent festgelegt, aktuell sind es 79 Prozent. Die Abweichung beträgt **9 Prozentpunkte**. Ob dadurch eine Überprüfung ansteht, hängt von den vereinbarten Bandbreiten und Prüfterminen ab. Die Beispielquote ist keine Empfehlung für Ihre Anlage.

Dokumentieren Sie den Befund zunächst sachlich: Welche Regel betrifft er? Hat sich die Verteilung durch Kurse, Einzahlungen oder eine unvollständige Erfassung verändert? Vor einer möglichen Anpassung gehören Transaktionskosten und steuerliche Folgen in die Prüfung. Mehr zum Vorgehen finden Sie im Leitfaden zum [Portfolio-Rebalancing](/wissen/portfolio-rebalancing).

Das Ergebnis eines Depot-Checks kann auch sein, die bestehende Aufteilung beizubehalten. Investboard führt keine Wertpapierorders aus. Die Entscheidung über Änderungen bleibt bei Ihnen.

## Investboard als Parqet- und getquin-Alternative

Wenn Sie ein Portfolio-Analyse-Tool suchen, lohnt sich ein Vergleich anhand Ihres Arbeitsablaufs. Parqet und getquin bieten selbst umfangreiche Analysefunktionen. Dieser Vergleich stammt von Investboard und beschreibt ausgewählte Funktionen anhand der offiziellen Produktseiten, geprüft am 8. September 2026.

| Tool | Beschriebene Funktionen |
| --- | --- |
| Parqet | Vermögensübersicht, Performance, Dividenden und X-Ray mit ETF-Durchschau. |
| getquin | Portfolio- und Allokationsanalyse, Benchmarking, Dividenden sowie Planungs- und KI-Funktionen. |
| Investboard | Portfolio-Analyse mit Fondsdurchschau, Datenabdeckung und Verbindung zum persönlichen Anlage-Mandat. |

[Parqet beschreibt ausdrücklich einen X-Ray](https://parqet.com/de/), der ETF-Zusammensetzungen und Überschneidungen einbezieht. [getquin nennt neben Portfolio-Analysen auch Planungsfunktionen](https://www.getquin.com/). ETF-Durchschau oder Planung allein sind deshalb kein belastbares Alleinstellungsmerkmal von Investboard. Verfügbarkeit, Tarifumfang und konkrete Broker-Unterstützung prüfen Sie vor Ihrer Wahl beim jeweiligen Anbieter.

Investboard kommt als Alternative infrage, wenn Sie den Ablauf aus **Strategie festhalten, Bestand analysieren und Abweichungen prüfen** gemeinsam nutzen möchten. Sehen Sie sich dafür zuerst die [Analyse](/produkt/analyse) und den [Mandatsablauf](/produkt/strategie) an. Der separate [Parqet-Vergleich](/vergleich/parqet) vertieft die Gegenüberstellung.

## Ihre Checkliste für den nächsten Depot-Check

Halten Sie nach der Prüfung fünf kurze Antworten fest:

1. Welche Depots und Vermögenswerte wurden zu welchem Stand betrachtet?
2. Welche Bestände sind bestätigt, welche Daten fehlen noch?
3. Welche Unternehmens-, Länder- oder Branchenschwerpunkte fallen auf?
4. Welche Abweichungen bestehen gegenüber Ihrem Mandat?
5. Was wollen Sie bis zum nächsten festgelegten Prüftermin klären?

Damit wird aus einer Momentaufnahme ein wiederholbarer Prozess. Beim nächsten Termin können Sie auf dieselben Fragen und denselben Bezugsrahmen zurückgreifen.

## Häufige Fragen

### Wie kann ich mein Depot mit Investboard analysieren?

Legen Sie Ihren Strategierahmen fest, übernehmen Sie Ihre Positionen über einen verfügbaren Importweg und prüfen Sie den Bestand. In der Portfolio-Analyse betrachten Sie Verteilung, Fondsdurchschau und Datenabdeckung. Anschließend vergleichen Sie die aktuelle Aufteilung mit Ihrem persönlichen Anlage-Mandat.

### Was gehört zu einem Depot-Check?

Ein Depot-Check umfasst vollständige Bestände, einen klaren Datenstand, die Verteilung auf Anlageklassen, Länder und Branchen sowie direkte und indirekte Unternehmensgewichte. Danach prüfen Sie Abweichungen von Ihrer Zielaufteilung. Die reine Wertentwicklung reicht für diese Fragen nicht aus.

### Ist Investboard eine Alternative zu Parqet?

Investboard kommt als Parqet-Alternative infrage, wenn Sie Portfolio-Analyse und Fondsdurchschau mit einem schriftlichen Anlage-Mandat verbinden möchten. Parqet bietet selbst Performance-Auswertungen, Dividendenfunktionen und ETF-X-Ray. Welche Lösung passt, hängt von Ihrem Ablauf, den benötigten Funktionen und den unterstützten Importen ab.

### Ist Investboard eine Alternative zu getquin?

Investboard ist eine mögliche getquin-Alternative für den Ablauf aus Strategie festhalten, Bestand analysieren und Abweichungen prüfen. getquin bietet ebenfalls Portfolio-Analysen und Planungsfunktionen. Vergleichen Sie die konkrete Umsetzung, den Tarifumfang und die Unterstützung für Ihr Depot bei beiden Anbietern.

### Wie kann ich von Parqet oder getquin zu Investboard wechseln?

Investboard bietet Broker-Anbindungen und Dateiimporte und erkennt Parqet-CSV-Exporte. Welche Buchungen übernommen werden, hängt vom Format und den unterstützten Buchungsarten ab. Prüfen Sie die Importvorschau und Hinweise, insbesondere bei Dividenden. Für getquin prüfen Sie eine unterstützte Broker-Anbindung oder die Kompatibilität Ihrer Exportdatei. Eine laufende Synchronisierung mit Parqet oder getquin wird damit nicht zugesagt.

### Führt Investboard nach dem Depot-Check Umschichtungen aus?

Nein. Investboard zeigt Ihren erfassten Bestand und Abweichungen von Ihrem Mandat. Es führt keine Wertpapierorders aus. Ob eine Anpassung sinnvoll ist, prüfen Sie anhand Ihrer Regeln, Kosten und steuerlichen Folgen; die Entscheidung bleibt bei Ihnen.

## Quellen

- [Investboard: Portfolio-Analyse und Fondsdurchschau](https://investboard.de/produkt/analyse) · Investboard
- [Investboard: Strategie und persönliches Anlage-Mandat](https://investboard.de/produkt/strategie) · Investboard
- [Parqet: Portfolio-Tracking und X-Ray](https://parqet.com/de/) · Parqet
- [getquin: Portfolio analysis and planning](https://www.getquin.com/) · getquin
