Portfolio
Die Art, wie ein ETF seinen Index nachbildet: physisch vollständig, physisch per Sampling oder synthetisch über einen Swap mit einer Bank. Die Wahl beeinflusst Tracking-Genauigkeit, Kosten und ein mögliches Kontrahentenrisiko.
Ein ETF hat die Aufgabe, die Wertentwicklung eines Index möglichst genau abzubilden. Die Replikationsmethode beschreibt den technischen Weg, auf dem er das tut. In der Praxis haben sich drei Ansätze etabliert.
Bei der physischen Vollreplikation kauft der Fonds alle im Index enthaltenen Werte in ihrer jeweiligen Gewichtung. Beim physischen Sampling hält er nur eine repräsentative Teilmenge, was vor allem bei sehr breiten Indizes Kosten spart. Bei der synthetischen Replikation bildet der Fonds den Index nicht über die Wertpapiere selbst ab, sondern über einen Swap, ein Tauschgeschäft mit einer Bank.
Die Methode ist kein Nebendetail: Sie beeinflusst in der Regel die Tracking-Genauigkeit, die laufenden Kosten und, im Fall des Swaps, ein mögliches Kontrahentenrisiko, falls der Swap-Partner ausfällt. Welche Variante vorliegt, lässt sich den Fondsunterlagen entnehmen.
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