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Warum beliebte Index-Kombinationen weniger Streuung bieten als gedacht. Warum beliebte Index-Kombinationen weniger streuen als gedacht.
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MSCI World und S&P 500 zu kombinieren bringt kaum zusätzliche Streuung: Rund 65 bis 70 Prozent der MSCI-World-Positionen stecken auch im S&P 500, in beiden dominieren dieselben US-Mega-Caps. Statt Diversifikation entsteht ein Klumpenrisiko. Echte Streuung liefern disjunkte Kombinationen wie MSCI World plus Schwellenländer oder eine Ein-ETF-Lösung wie FTSE All-World beziehungsweise MSCI ACWI.
MSCI World und S&P 500 überlappen zu rund 70 %, keine echte Diversifikation
Echte Streuung erfordert unterschiedliche Regionen und Anlageklassen
Ein-ETF-Lösungen (FTSE All-World, MSCI ACWI) vermeiden das Problem elegant
Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch weniger Risiko

MSCI World und S&P 500 zu kombinieren bringt kaum zusätzliche Streuung: Rund 65 bis 70 Prozent der MSCI-World-Positionen stecken auch im S&P 500, in beiden dominieren dieselben US-Mega-Caps. Statt Diversifikation entsteht ein Klumpenrisiko. Echte Streuung liefern disjunkte Kombinationen wie MSCI World plus Schwellenländer oder eine Ein-ETF-Lösung wie FTSE All-World beziehungsweise MSCI ACWI.
MSCI World und S&P 500 überlappen zu rund 70 %, keine echte Diversifikation
Echte Streuung erfordert unterschiedliche Regionen und Anlageklassen
Ein-ETF-Lösungen (FTSE All-World, MSCI ACWI) vermeiden das Problem elegant
Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch weniger Risiko
Mehr Fonds fühlen sich nach mehr Streuung an. Oft sind sie das Gegenteil. Wer zwei ETFs hält, die dieselben Unternehmen kaufen, verdoppelt ein Risiko, statt es zu teilen.
Diversifikation misst sich nicht an der Zahl der Fonds, sondern an der Zahl der Risiken, die sie verteilen.
Viele Anleger kombinieren MSCI World und S&P 500, weil sie glauben, damit breiter diversifiziert zu sein. In Wahrheit erzeugen sie ein massives Klumpenrisiko: Rund 65-70 % der MSCI-World-Positionen sind auch im S&P 500 enthalten.
Der Mechanismus dahinter ist unscheinbar. Beide Indizes gewichten nach Marktkapitalisierung, und die größten Unternehmen der Welt sind derzeit amerikanische Technologiekonzerne. Wer beide ETFs zu gleichen Teilen bespart, hält also nicht zwei Märkte, sondern überwiegend denselben Markt in zwei Verpackungen, mit einem US-Anteil deutlich über dem des MSCI World allein.
Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch mehr Diversifikation. Entscheidend ist, welche Märkte die ETFs abdecken, nicht wie viele ETFs im Depot liegen.
| Merkmal | MSCI World | S&P 500 |
|---|---|---|
| Länder | 23 Industrieländer | Nur USA |
Rund 65-70 % der Positionen im MSCI World sind auch im S&P 500 enthalten. Beide Indizes werden stark von US-Mega-Caps dominiert.
Eine sinnvolle Kombination wäre z.B. MSCI World + MSCI Emerging Markets oder FTSE All-World als Ein-ETF-Lösung. Entscheidend ist, dass die Indizes unterschiedliche Märkte und Regionen abdecken.
Nicht direkt, aber sie schafft ein Klumpenrisiko. Wenn US-Tech-Aktien fallen, trifft es beide ETFs gleichzeitig. Die erwartete Rendite ist nicht schlechter, aber das Risiko ist höher als bei echtem Streuen.
| Positionen | ~1.400 | ~500 |
| USA-Anteil | ~70 % | 100 % |
| Top 10 Gewichtung | ~25 % | ~35 % |
| Schwellenländer | Nein | Nein |
Die zehn größten Positionen beider Indizes sind nahezu identisch: Apple, Microsoft, Amazon, Nvidia und andere US-Mega-Caps dominieren beide. In einer US-Korrektur fallen deshalb beide ETFs nahezu im Gleichschritt; die Kombination hat in dem Moment, in dem Streuung helfen soll, kaum etwas gestreut.
Drei Fragen entlarven die meisten Doppelungen, ganz ohne Spezialwerkzeug:
Wer es genau wissen will, vergleicht die Indexzusammensetzung der Anbieter oder lässt das eigene Depot automatisch durchleuchten; genau dafür ist die Überlappungsanalyse in Investboard gebaut.
Echte Diversifikation bedeutet, dass die Anlagen auf unterschiedliche Risikoquellen verteilt sind:
Ein einzelner MSCI World deckt nur Large und Mid Caps in Industrieländern ab: keine Schwellenländer und keine Small Caps. Wer dort ergänzen will, ergänzt sinnvollerweise das, was fehlt, statt das zu doppeln, was schon da ist.
| Kombination | Abdeckung | Überlappung |
|---|---|---|
| MSCI World + S&P 500 | Industrieländer (USA doppelt) | ~70 % |
| MSCI World + MSCI EM | Industrie- und Schwellenländer | 0 % |
| FTSE All-World (1 ETF) | Industrie- und Schwellenländer | n. a. |
| MSCI ACWI IMI (1 ETF) | Alle Länder + Small Caps | n. a. |
Die klassische Zwei-Fonds-Lösung kombiniert einen Industrieländer-Index mit einem Schwellenländer-Index: Beide Mengen sind disjunkt, die Gewichtung bleibt Ihre bewusste Entscheidung. Wer keine eigene Gewichtung pflegen will, nimmt einen einzigen weltweiten Index.
Ein-ETF-Lösungen wie FTSE All-World oder MSCI ACWI sind für die meisten Anleger die einfachste und effektivste Wahl. Kein Rebalancing, keine Überlappung, maximale Streuung.
Überlappung ist kein Verbot, sondern eine Information. Wer die USA bewusst übergewichten möchte, kann das mit MSCI World plus S&P 500 tun; er sollte nur wissen, dass er genau das tut, und die Position als das behandeln, was sie ist: eine aktive Wette auf einen einzelnen Markt, nicht ein Beitrag zur Streuung. Problematisch ist Überlappung erst, wenn sie unbeabsichtigt entsteht und das gefühlte Risiko vom tatsächlichen abweicht.
Überlappung sichtbar machen
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