FIRE
Kapitalverzehr bedeutet, dass das Vermögen im Ruhestand schrittweise aufgebraucht wird, im Gegensatz zum Kapitalerhalt, bei dem die Substanz bewahrt bleibt.
Kapitalverzehr bezeichnet eine Entnahmestrategie, bei der das Vermögen im Ruhestand bewusst schrittweise aufgebraucht wird. Anders als beim Kapitalerhalt, wo im Idealfall nur die Erträge entnommen und die Substanz bewahrt wird, wird hier auch das eingesetzte Kapital selbst nach und nach verbraucht.
Der Ansatz kann sinnvoll sein, wenn das Vermögen für einen begrenzten Zeitraum reichen soll, etwa bis zum Lebensende, und kein Erbe im Vordergrund steht. Weil zusätzlich zur Rendite auch die Substanz zur Verfügung steht, sind höhere laufende Entnahmen möglich als beim reinen Kapitalerhalt.
Die Kehrseite ist ein Planungsrisiko: Lebt man länger als angenommen oder fallen die Renditen schwächer aus, kann das Kapital vorzeitig erschöpft sein. Eine sorgfältige Abstimmung von Entnahmehöhe, erwarteter Laufzeit und Puffer ist daher wichtig.
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