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Warum die Gesamtkostenquote nur die halbe Wahrheit ist und die Tracking Difference die ehrlichere Kennzahl. Warum die Tracking Difference oft mehr verrät als die TER.
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Die TER nennt die angekündigten laufenden Fondskosten pro Jahr; die ehrlichere Kennzahl ist die Tracking Difference, der tatsächliche Rückstand zum Index über die Zeit. Sie kann durch Zusatzerträge wie Wertpapierleihe kleiner ausfallen als die TER. Dazu kommen Spread und Orderkosten bei jedem Handel. Vergleichen Sie deshalb zuerst die Tracking Difference mehrerer Jahre, dann die TER.
Die TER misst die angekündigten laufenden Kosten, nicht den tatsächlichen Rückstand zum Index
Die Tracking Difference ist die ehrlichere Kennzahl und kann kleiner sein als die TER
Spread und Orderkosten entstehen zusätzlich bei jedem Handel
Kleine Kostenunterschiede verstärken sich über Jahrzehnte durch den Zinseszins
Die TER nennt die angekündigten laufenden Fondskosten pro Jahr; die ehrlichere Kennzahl ist die Tracking Difference, der tatsächliche Rückstand zum Index über die Zeit. Sie kann durch Zusatzerträge wie Wertpapierleihe kleiner ausfallen als die TER. Dazu kommen Spread und Orderkosten bei jedem Handel. Vergleichen Sie deshalb zuerst die Tracking Difference mehrerer Jahre, dann die TER.
Die TER misst die angekündigten laufenden Kosten, nicht den tatsächlichen Rückstand zum Index
Die Tracking Difference ist die ehrlichere Kennzahl und kann kleiner sein als die TER
Spread und Orderkosten entstehen zusätzlich bei jedem Handel
Kleine Kostenunterschiede verstärken sich über Jahrzehnte durch den Zinseszins
Die TER steht groß im Factsheet, und viele Anleger wählen ihren ETF danach. Dabei misst sie nur einen Teil der Kosten, und nicht einmal den entscheidenden. Die ehrlichere Kennzahl steht eine Zeile tiefer und heißt Tracking Difference.
Wer die Kostenmechanik einmal verstanden hat, vergleicht ETFs anders: nicht nach der beworbenen Gebühr, sondern nach dem, was tatsächlich beim Index fehlt.
Die günstigste Gebühr ist wertlos, wenn der Fonds dem Index trotzdem hinterherläuft. Zählen tut, was ankommt.
Die TER (Total Expense Ratio), deutsch Gesamtkostenquote, bündelt die laufenden Kosten eines Fonds: Verwaltungsvergütung, Depotbankgebühren, Lizenzkosten für den Index, Vertrieb und Verwaltung. Sie wird als Prozentsatz pro Jahr angegeben und nicht separat abgebucht, sondern anteilig täglich aus dem Fondsvermögen entnommen. Sie sehen sie nie als Abbuchung, nur als etwas niedrigere Rendite.
Was die TER trotz ihres Namens nicht enthält: Transaktionskosten des Fonds beim Umschichten, Ihre eigenen Orderkosten und Spreads beim Kauf sowie Steuern auf Ihrer Ebene.
Die Tracking Difference (TD) misst, was am Ende fehlt: die Differenz zwischen der Rendite des Index und der tatsächlichen Rendite des Fonds über einen Zeitraum.
Tracking Difference
TD = Indexrendite − Fondsrendite (pro Jahr)
Eine TD von 0,15 Prozent bedeutet: Der Fonds blieb pro Jahr 0,15 Prozentpunkte hinter seinem Index. Das ist der Betrag, den Sie wirklich bezahlt haben, alle Fondskosten und Gegeneffekte eingerechnet.
Bemerkenswert: Die TD kann kleiner sein als die TER, in Einzelfällen sogar negativ. Fonds erzielen Zusatzerträge, etwa aus Wertpapierleihe oder aus einer günstigeren Quellensteuerbehandlung gegenüber der Index-Annahme, und geben sie an die Anleger weiter. Ein ETF mit 0,20 Prozent TER und 0,05 Prozent TD ist faktisch günstiger als ein ETF mit 0,12 Prozent TER und 0,18 Prozent TD.
| Kennzahl |
|---|
Die TER (Total Expense Ratio, Gesamtkostenquote) bündelt die laufenden Kosten eines Fonds: Verwaltung, Depotbank, Indexlizenz und Vertrieb. Sie wird als Prozentsatz pro Jahr angegeben und täglich anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen, nicht separat abgebucht. Transaktionskosten des Fonds, Ihre Orderkosten und Spreads sowie Steuern enthält sie nicht.
Die Tracking Difference ist die Differenz zwischen der Rendite des Index und der tatsächlichen Rendite des Fonds über einen Zeitraum. Sie misst, was Sie wirklich bezahlt haben, alle Kosten und Zusatzerträge eingerechnet. Sie kann kleiner sein als die TER, etwa durch Erträge aus Wertpapierleihe, und ist deshalb die ehrlichere Vergleichskennzahl.
Vergleichen Sie ETFs auf denselben Index zuerst über die Tracking Difference mehrerer Jahre; bei ähnlicher TD entscheiden TER, Fondsgröße und Handelbarkeit. Beachten Sie zusätzlich Spread (liquide ETFs zu Haupthandelszeiten handeln) und die Orderkosten Ihres Brokers, besonders bei kleinen Sparraten.
| Was sie misst |
|---|
| Wo sie steht |
|---|
| TER | Angekündigte laufende Kosten pro Jahr | Factsheet, KID |
| Tracking Difference | Tatsächlicher Rückstand zum Index | Anbieter-Berichte, Vergleichsportale |
| Spread | Kauf-/Verkaufsspanne an der Börse | Orderbuch, variiert nach Tageszeit |
| Orderkosten | Gebühren Ihres Brokers | Preisverzeichnis des Brokers |
Zwei Kostenblöcke entstehen nicht im Fonds, sondern bei Ihnen:
Dazu kommen Steuern auf Ihrer Ebene: Ausschüttungen, Vorabpauschale und Verkaufsgewinne, gemildert durch die Teilfreistellung von 30 Prozent bei Aktienfonds. Sie sind keine Fondskosten, gehören aber in jede ehrliche Nettobetrachtung.
Kosten wirken wie eine negative Rendite mit Zinseszins. Ein Unterschied von 0,3 Prozentpunkten pro Jahr klingt harmlos, summiert sich über Jahrzehnte aber zu mehreren Prozent des Endvermögens. Der ETF-Sparplan-Rechner macht den Effekt sichtbar, wenn Sie zwei Renditeannahmen im Abstand der Kostendifferenz durchrechnen.
Vergleichen Sie ETFs auf denselben Index zuerst über die Tracking Difference mehrerer Jahre, nicht über die TER. Bei gleicher TD entscheidet dann die TER, die Fondsgröße und die Handelbarkeit.
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